Der Instagram Algorithmus

Instagram: So funktioniert die App

Instagram ist aus einem modernen Marketing Mix nicht mehr weg zu denken. Doch leicht zu verstehen ist die App nicht immer. Warum hat der letzte Beitrag weniger Reichweite bekommen als der davor? Warum schauen sich so wenig Abonnenten meine Story an? Instagram hat sich selbst dazu geäußert. Also Adam Mosseri der Chef von Instagram hat sich geäußert und etwas Licht ins Dunkle gebracht. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Der Instagram Algorithmus – Die Geheimwaffe der Instagram App

Der Instagram Algorithmus ist ein Mythos, der hiermit zerschlagen ist. Es gibt nicht nur einen Algorithmus, der für Deine Erfolge und Misserfolge verantwortlich ist. In Instagram steckt eine ganze Bandbreite an Algorithmen, die analysieren und berechnen, welche Inhalte uns angezeigt werden. Die App zeigt uns das, was wir am Ehesten sehen wollen. Grundlage dafür ist unser Verhalten innerhalb der inzwischen videobasierten App. Als die App 2010 an den Start ging, war Instagram zum Teilen der Urlaubsfotos gedacht. Die rasante Entwicklung, die dann kam und bis heute anhält, führte dazu, dass 2016 mehr als zwei Drittel der Nutzer die Posts der Freunde verpassten. Selbst enge Freunde wurden unter der schieren Masse nicht mehr angezeigt. Mit den Algorithmen konnte dann eine Erfahrung geschaffen werden, die es möglich macht, das zu sehen, was einem wichtig ist. Und das in allen Bereichen der App: Stories, Feedposts, Reels. Jeder Abschnitt hat einen eigenen Algorithmus, der sich Dir anpasst.

Instagram Algorithmus

Feedposts und Stories – So rankt Instagram Deine Inhalte

Feedposts und Stories schauen wir uns zumeist von denen an, die wir mögen. Freunde, Family, Influencer, die uns inspirieren. Dein Feed wird also auf die Inhalte von denjenigen beschränkt, denen Du bereits folgst. Als nächsten Schritt nutzt Instagram die sogenannten „Signale“. Das sind Anhaltspunkte, die den Algorithmus eine Wahrscheinlichkeit berechnen lassen. Die vier wichtigsten Signale sind diese:

  • Informationen über den Post: Wie beliebt ist der Beitrag? Wie viele Likes, Shares und Saves wurden gemacht? Aber nicht nur die Zahl der Likes, sondern auch Basisinformationen werden erfasst. Wann wurde der Content gepostet? Wie lang ist das Video? Welchen Ort hast Du getagged?
  • Informationen über Dich als Creator: Wie oft wurde Dein Profil besucht? Wie oft wurde mit Dir interagiert?
  • Informationen über Deine Aktivität: Wie war Dein Verhalten auf der App? Welche Inhalte hast Du primär konsumiert und wie viele hast Du mit „Gefällt mir“ markiert?
  • Deine Interaktion mit anderen Creators: Unter welchen Posts kommentierst Du aktiv? Welche Inhalte schaust Du Dir immer wieder und wieder an? Das zeigt Instagram wie sehr Du den Content dieser Person magst.

Im Umkehrschluss bedeuten diese Signale, dass Creators, die selbst sehr aktiv auf der Plattform sind und mit denen über ihren Content viel interagiert wird, mehr Likes und Reichweite „abstauben“. Je mehr jemand dazu geneigt ist, Deine Inhalte zu liken, kommentieren, zu teilen und auf dein Profilbild zu klicken, desto eher werden Deine Inhalte diesem Jemand angezeigt. Die Algorithmen hinter Instagram berechnen die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Signale und geben so einen „educated guess“ ab, wie Instagram selbst es nennt. Auf Deutsch könnte man von einer mathematisch fundierten Vermutung sprechen. Selbstverständlich muss ein Post den Community Guidelines entsprechen. Den guten Sitten und dem gesunden Menschenverstand also folgen.

Instagram Explore – Neue Inhalte auf Instagram entdecken

Instagram Explore wurde eingeführt, um Dir die Möglichkeit zu geben neue Inhalte zu finden. Da Dein Feed aus den Beiträgen deiner Familie und Freunden besteht, ist Explore die Möglichkeit, um „fremde“ Inhalte zu sehen. Dazu schaut sich Instagram wieder die Signale an. Welche Posts hast Du bisher geliked? Was hast Du kommentiert und wen in letzter Zeit abonniert? Daraus entwickelt der Instagram Explore Algorithmus wieder einen „educated guess“, der Deinen Explore Feed bestimmt. Die vier wichtigsten Signale für Instagram Explore sind:

  • Informationen über den Post: Wie beliebt ist der Post bisher? Dazu zählen die Signale wie viele Personen wie schnell mit dem Beitrag interagieren. Also Likes, Shares, gespeicherte Inhalte und Kommentare. Diese Signale sind übrigens auch mehr bei Instagram Explore als bei Feedposts und Stories gewichtet!
  • Als nächstes schaut sich der Instagram Algorithmus auch Deine bisherigen Interaktionen mit dem Content Creator an. Möglich ist nämlich, dass Du schon einmal ein Bild geliked hast, den Ersteller als solchen aber nicht wirklich wahrgenommen hast. Das zeigt allerdings, dass ein grundlegendes Interesse an seinem Content schon vorhanden ist. Sonst hättest Du Dich in erster Linie auch nicht damit auseinandergesetzt.
  • Daran schließt sich Deine Aktivität. Welche Art von Content hast Du geliked, kommentiert oder gespeichert? Wenn Du Vorher-Nachher-Fotos von Plastischen Chirurgen anschaust oder Finanztipps abspeicherst, werden Dir auch eher diese Inhalte wieder im Explore Feed gezeigt. Nur eben dann von anderen Accounts. Oft steht unter den Beiträgen bei Instagram Explore auch „Basierend auf Beiträgen, die Du mit Gefällt mir markiert hast.“
  • Als Letztes nutzt der Instagram Algorithmus die Information über die Person, die den Content gepostet hat. Wie oft wurde mit dieser Person interagiert, wie gut ist der Content angekommen?

Instagram Reels – Neu und doch schon sehr verankert

Instagram Reels wurden letztes Jahr als Pendant zu TikTok eingeführt. Doch auch, wenn diese Content-Art noch sehr neu ist, ist sie schon sehr bei Instagram verankert. Reels haben ihren festen Platz und letztendlich dafür gesorgt, dass Instagram von einer fotobasierten App zu einer videobasierten App wurde. Und wie rankt Instagram Reels? Auch wieder aufgrund der Signale:

  • Deine Aktivität: Welche Reels fandest Du gut, welche hast Du schnell übersprungen? Welche Themen interessieren Dich?
  • Als Zweites kommt dann die bisherige Interaktion mit dem Account, der das Reel produziert und veröffentlicht hat. Vielleicht bist Du dem Ersteller schon einmal digital über den Weg gelaufen und hast bereits eins seiner Videos mit Gefällt mir markiert. Das ist ein Signal an Instagram, dass Dich der Content generell interessiert.
  • Informationen über das Reel: Welche Audio-Datei wurde verwendet, wie beliebt ist das Reel bereits und ist es ein aktueller Trend? Diese Informationen werden ebenfalls von dem Instagram Reel Algorithmus miteinbezogen, wenn es darum geht, den Content zu „pushen“.
  • Letzter Punkt ist die Information über den, der postet: Große Beliebtheit bedeutet auch eine größere Reichweite.

Reels haben sich jedoch mittlerweile den Namen gemacht, Nutzer lange auf Instagram zu halten. Das bedeutet, dass Reels generell mehr gepusht werden als normale Feedbeiträge. Ein guter Mix aus beidem ist daher unablässlich.

Shadowbanning – Ein Instagram Mythos

Oftmals, wenn der Content über einen Zeitraum hinweg nicht so performt wie gewünscht, ist schnell die Rede von „Shadowbanning“. Was zu Deutsch „Schatten-Bann“ heißt und eine Bestrafung bei Verstoß gegen die Richtlinien sein soll, ist allerdings nur ein Mythos. Aufgrund der Algorithmen werden die Wahrscheinlichkeiten berechnet, wie sehr Du die vorgeschlagenen Inhalte mögen wirst. Daher kann Instagram nicht garantieren, dass Deine Posts – egal ob Feedpost, Reel oder Story – immer top performen werden. Wenn es allerdings länger bei Dir nicht funktionieren sollte, dann schau‘ Dir einmal Deine Beiträge an und analysiere diese. Oftmals kann schon eine leichte Änderung den Knoten zum Platzen bringen.

Wenn Du dabei Hilfe brauchst, kannst Du auch gerne direkt mit mir Kontakt aufnehmen: Nicole.Freitag@littlebirdsmedia.de.

Zusammen erarbeiten wir eine Contentstrategie, die für Dich arbeitet!

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